Do, 14. November 2019 • 19:30 - 23:30 Uhr

Ort: kunstbühne portstrasse

November  19.30 Uhr:

Salon Fluchtentier goes Eremiten-Presse

Junge Lyrik aus Frankfurt für den Eremiten-Verleger Victor Otto Stomps

Mit Ute Paul, Martin Piekar und Katrin Pitz

 

Eintritt: 10,— Euro

Vorverkauf: Buchhandlung Marion von Nolting; Kumeliusstraße I Oberursel Abendkasse

Veranstalter: LiteraTouren.kultur in oberursel e.V.

Es ist schon zu einer schönen Gewohnheit geworden: Jedes Jahr im Herbst erinnert der Kulturverein LiteraTouren.kultur in oberursel e.V. mit einer Veranstaltung an den fabelhaften Verleger, Buchdrucker und Schriftsteller Victor Otto Stomps, der in den Jahren 1954 bis 1969 im Schloss Sanssouris in Oberursel-Stierstadt mit seinem Verlag die Eremiten-Presse ganz besondere Bücher druckte und verlegte und damit die Literaturwelt noch heute fasziniert. Stomps förderte vor allem junge, unbekannte Dichter*innen, ihre neuen Schreibweisen und Inhalte. Ihnen bot er in Stierstadt die vielzitierte „Spielwiese“, auf der sie sich ungebremst ausprobieren konnten. Stomps nahm sich ihrer Texte an, las sie sorgsam, führte Gespräche, machte Vorschläge, ermunterte und kritisierte, und – was wohl am wichtigsten war – druckte und veröffentlichte sie.

Wie es heute  bei jungen Autor*innen ausschaut, welche Stimmen sie für sich finden, welche Sprache, welche Themen sie beschäftigen, das ist am 14. November um 19.30 Uhr in der kunstbühne portstrasse, Hohemarkstraße 18 in Oberursel  zu hören, wenn drei junge Autor*innen aus der Frankfurter Schreibgemeinschaft „Salon Fluchtentier“ zu Gast sind. Aus ihren Werken lesen: Ute Paul, die als studierte Physikerin in ihren Gedichten naturwissenschaftliches Denken und Sprechen mit dem poetischen Blick engführt und dadurch ganz neue Wahrnehmungsräume öffnet. Martin Piekar, der bereits zwei Lyrikbände im Verlagshaus Berlin veröffentlichte, lässt sich von den aktuellen Entwicklungen und Verwerfungen unserer Gegenwart berühren und versucht, Position zu beziehen, Haltung zu zeigen. Und Katrin Pitz, die mit ihren Textminiaturen und Gedichten Situationen, Stimmungen aus dem Lebensalltag in der Familie, unter Freunden einfängt und dem Moment der Vergänglichkeit, der Veränderung nachspürt. Nach den Lesungen gibt es ein Gespräch über aktuelle, deutschsprachige Lyrik und den Erfahrungen, die das Schreiben für Autor*innen heute mit sich bringt.